New PDF release: Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien

By Hans-Joachim Kornadt

ISBN-10: 353116550X

ISBN-13: 9783531165509

In dem Band wird die Bedeutung der Erziehung in der Familie und in verschiedenen Kulturen für die Entstehung von Aggressivität behandelt. Es werden Ergebnisse umfangreicher Längsschnittuntersuchungen an Jugendlichen, Müttern und ihren Kindern berichtet. Deutliche Unterschiede in der Erziehung und in der Aggressivitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen wurden in Deutschland (und z.T. der Schweiz) im Vergleich mit drei ostasiatischen Kulturen (u.a. dem hochindustrialisierten Japan und dem traditionell-hinduistischen Bali) nachgewiesen. Grundlage der Untersuchungen ist die Motivationstheorie der Aggression, die auch die biologisch-evolutionären Bedingungen einbezieht. Die Kulturen werden in ihren Besonderheiten beschrieben, und die Ergebnisse werden abschließend auf Erziehungsfragen in Deutschland bezogen.

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Dazu waren wir natürlich nicht in der Lage, und deswegen ist auch diese Wahl von modernen und traditionellen Untergruppen durchaus problematisch. Etwaigen Ergebnissen dürfen wir also kein zu großes Gewicht geben]. Wenn man das nachweisen könnte, wäre es natürlich auch von allgemeinerem Interesse, nicht nur hinsichtlich der Aggressionstheorie, sondern auch in Bezug auf den sozialen Wandel. Es würde zudem überhaupt für die Validität unserer kulturvergleichenden Untersuchung sprechen. Die Grundannahme war, dass in den traditionellen, eher kleinräumigen (Dorf-)Gemeinschaften mit der face-to-face Lebensweise, wo jeder jeden kennt, auf die Einhaltung der in dieser Gemeinschaft geltenden Regeln geachtet wird, Verstöße gegen sie unmittelbare und sofortige Sanktionen nach sich ziehen.

Auf der Basis der Motivationstheorie ergeben sich für unsere Untersuchung folgende zentrale Fragen hinsichtlich der globalen Aggressivität: 1. 2. 3. 4. Ist die verhaltens-relevante globale Aggressivität in den verschiedenen Kulturen tatsächlich verschieden, wie es nach unserem Eindruck anzunehmen ist? Beruht eventuell niedrigere Aggressivität lediglich auf Unterdrückung der „eigentlichen“ Aggressivität? Das würde also im Grunde ein hohes Aggressionsmotiv und hohe Aggressions-Hemmung bedeuten. Lassen sich Unterschiede in der Ausprägung einzelner Motiv-Elemente wie der Ärgerschwelle, der Situations-Deutung, oder der Handlungs-Absicht nachweisen?

Zielvorstellungen und Handlungsmuster (Script) sind individuell aus der Erfahrung aufgebaut. Hier gehen also die lerntheoretischen Erkenntnisse über den Lerneffekt von erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Handlungen entscheidend ein. Sofern nicht Gegenmotive (Aggressionshemmung, andere Motive wie Wertschätzung oder Angst vor Vergeltung) ansprechen, wird eine Handlung ausgeführt, die geeignet ist, das (Aggressions-) Ziel, z. B. ) Beseitigung der Frustrationsquelle (der Beeinträchtigung, Bedrohung; die Wiederherstellung des sozialen Ansehens; Vergeltung o.

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Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien by Hans-Joachim Kornadt


by George
4.0

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